Letzter Versuch vor dem Sturm (Xaver)

Rapfen im Drill
Rapfen im Drill

Da uns ja ein erster schwerer Wintersturm angekündigt wurde, entscheiden wir ( Christian und Tim ) uns dafür nochmal einen Versuch an unserem Hausgewässer auf Barsch zu starten. Wasserstand war optimal und wir waren hochmotiviert, nur das Wetter mit Wind und fiesen Nieselregen hatte etwas dagegen. Am ersten Platz angekommen, gingen auch gleich die üblichen Barschköder baden, brachten aber auch nach Köder- und Führungswechseln keinen Fischkontakt. Also weiter suchen. Schon am nächsten Platz konnte ich beim einkurbeln einen Rapfen hinter meinem Köder sehen, leider drehte dieser aber wieder ab. Schneller Griff in die Tacklebox und einen kleinen Wobbler im Laubendesign montiert. Etwa nach dem 10.ten Wurf gab es ein leichtes Ruckeln in der Rute, was mit einem kleinen Anhieb beantwortet wurde. Und dann ging auch schon die Post ab… Der Fisch zog gleich mit der Strömung ab um sich dann etwa 20m weiter abwärts nur stur in den Strom zu stellen. Ein harter Fight am leichten Gerät verlangte mir und dem Fisch einiges ab, aber schließlich konnte ich einen stattlichen Rapfen zu einem kurzen Fototermin überreden.

Da nach dem Theater alle Fische erstmals verschwunden waren, machten wir noch ein wenig Strecke, bis es auch bei Christian einen Aufschrei : „FISCH“ gab. Auch sein Gegner nutzte die Strömung um Ihm einen harten Fight zu liefern und ihm ein kleines grinsen ins Gesicht zu zaubern. Leider war es nicht der erhoffte Zielfisch, aber immerhin ein Fisch. Das sollte dann auch der letzte Kontakt am Fluss gewesen sein, wir hatten noch ein paar Rapfen unseren Ködern folgen sehen, allerdings waren Sie wohl nicht so in Beißlaune. So wechselten wir dann noch mal für 2 Std das Gewässer und versuchten uns an unserem „Polder“ auf Hecht.

Jaja der Chrischan hat es zur Zeit mit den Brassen :D
Jaja der Chrischan hat es zur Zeit mit den Brassen :D

Christian entschied sich für das Jerken, da er damit bisher die besten erfolge hatte und ich setzte alles auf die „Ganz-oder-garnicht“ Karte und montierte einen 8“ Shaker in neon Gelbgrün. Christians Gesichtsausdruck vermittelte den Eindruck, dass er dem Köder nicht allzu viel zutraute, aber er wurde dann eines Besseren belehrt. Nach einer gefühlten Ewigkeit, der Wind und der Regen wurden immer schlimmer, gab es dann einen Einschlag an meiner Rute und ein schöner Hecht schlug wild an der Oberfläche. Leider ist er nach ein paar Sekunden wieder ausgestiegen, aber mein Vertrauen in den riesen Latschen wurde umso größer. Christian schüttelte den Kopf und meinte: „Die sind doch bekloppt, auf so ein Latschen zu beißen!“

 

So kämpften wir uns weiter durch den Wind und Regen und wie sollte es anders sein, es gab Wieder einen Biss auf den latschen und diesmal blieb der Bursche auch bis zum Schluss dran. Ein etwas kleinerer aber wohlgenährter Mitte 60ziger Hecht kam zum Fototermin und verblüffte uns beide. Von meinen 8“ Shaker war nichts mehr zu sehen, der kleine Bursche hatte Ihn sich komplett einverleibt.

Keine 50m weiter gab es dann wieder einen Hecht für mich und jetzt war auch Christian von den riesen Latschen überzeugt und wechselte den Köder, allerdings wurde es ziemlich schnell Dunkel und wir machten uns ohne weiteren Fisch auf den Heimweg. Aber wir bleiben dran, ob das mit den riesen Ködern eine Ausnahme war oder ob wir noch mehr damit überlisten können. Ersteinmal den Sturm unbeschadet überstehen…


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